LinkedIn Impression: 20.000 mit einem Post - die ERKLĂRUNG
Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass ich mit einem einzigen Post nach wenigen Tagen fast 300 Kommentare erreiche. Genau deshalb habe ich mir den Beitrag im Nachhinein genau angeschaut und analysiert, warum er so stark performt hat. Hier sind meine fĂŒnf GrĂŒnde, warum der Post so abgegangen ist.
Grund eins: Eine starke visuelle Hook, die sofort auffÀllt
Der erste Punkt war ganz klar die visuelle Hook. Ich habe mein Apple GerĂ€t genommen und es in den MĂŒll geworfen. Dieses Bild habe ich so auf LinkedIn schon einmal gesehen und es ist einfach extrem stark. Die Frage entsteht sofort im Kopf: Warum wirft er sein Apple in den MĂŒll?
Dazu kam mein Blick in die Kamera. Der hĂ€tte zwar noch ein bisschen besser sein können, aber insgesamt war die visuelle Hook schon sehr stark. Genau solche Momente sorgen dafĂŒr, dass Menschen innehalten und nicht einfach weiterscrollen.
Grund zwei: Eine zweite Hook mit Zahlen, die neugierig macht
On top zur Bild Hook kam direkt die nÀchste starke Aussage: Apple minus 50 Prozent ProduktivitÀt. Zahlen funktionieren generell sehr gut und 50 Prozent sind einfach extrem viel. Man fragt sich automatisch, warum das so sein soll.
Ich arbeite morgens mit Apple und genau da entsteht die Frage: Warum sollte ich damit unproduktiver sein? In Kombination mit der Bild Hook war das extrem stark, weil man sich wundert, was hier gerade passiert. Genau diese Kombination sorgt dafĂŒr, dass Leute auf mehr klicken. Hooks sind eine der wichtigsten Sachen ĂŒberhaupt.
Grund drei: Ein einfacher Call to Action, der zum Kommentieren einlÀdt
Den Mittelteil lassen wir bewusst auĂen vor und schauen direkt auf den Call to Action. Die Frage war: Zu welchem Team gehörst du und warum? Microsoft oder Apple?
Dieser CTA war bewusst extrem einfach gehalten. Die Leute mussten nur kommentieren, ob sie bei Microsoft sind oder bei Apple. Es gab sogar noch eine dritte Option und viele haben geschrieben, dass sie Linux nutzen. Jeder musste im Grunde nur schreiben: Ich nutze Microsoft deswegen oder ich nutze Apple deswegen.
Genau diese Einfachheit sorgt dafĂŒr, dass viele kommentieren, weil die HĂŒrde extrem niedrig ist.
Grund vier: Ein Thema, mit dem sich fast jeder identifizieren kann
Das Thema an sich ist sehr breit. Fast jeder nutzt irgendwo ein technisches GerÀt. Es ist keine spitze Nische, sondern ein sehr allgemeines Thema, mit dem viele etwas anfangen können.
Dadurch fĂŒhlen sich viel mehr Menschen angesprochen und haben auch das GefĂŒhl, dass sie etwas Sinnvolles beitragen können. Das erhöht automatisch die Anzahl der Kommentare.
Grund fĂŒnf: Dynamik, GlĂŒck und der soziale Effekt von vielen Kommentaren
Irgendwann spielt auch GlĂŒck eine Rolle. Wenn ein Post viele Kommentare erreicht, entsteht eine Eigendynamik. Das ist zumindest meine Analyse.
Menschen sehen, dass ein Beitrag viele Kommentare hat, und denken sich: Oh wow, was ist da denn los? Das schaue ich mir mal an. Dadurch steigt die Verweildauer, der Post wird noch stÀrker ausgespielt und noch mehr Menschen kommentieren.
In den Kommentaren sieht man dann Fragen wie: Was muss ich kommentieren, damit ich den Link erhalte? Andere scrollen weiter, antworten nochmal oder denken sich, dass sie auch ein bisschen Reichweite abgreifen wollen.
Ich habe zum Beispiel auch selbst nochmal im Post kommentiert. Dadurch kamen zusÀtzliche Impressionen dazu und viele kommentieren dann einfach aus Prinzip nochmal mit. Diese Dynamik verstÀrkt sich selbst.